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Biometrische Erkennungstechnologien werden bei Sicherheitssystemen immer häufiger genutzt. Und die Fingerabdruckerkennung (der biometrische Fingerabdruck) kommt bei der physischen Zutrittskontrolle am öftesten zum Einsatz. Das macht Sinn – denn viele Menschen nutzen ihren Fingerabdruck bereits, um ihr Smartphone zu entsperren. Die Fingerabdruckerkennung hat außerdem viele Vorzüge: Fingerabdrücke zu erfassen, ist relativ unkompliziert. Und seinen Fingerabdruck bei der Kontrolle zu präsentieren, ist es auch! Auch die Kombination von einem niedrigen Kostenpunkt und einer hohen Treffsicherheit macht das Verfahren zu einer guten Wahl für viele Zutrittskontrollanwendungen – besonders in Bereichen, zu denen wenige Personen Zutritt benötigen.

Wie Lesegeräte für den biometrischen Fingerabdruck funktionieren

Für jede Person, die in Ihrem System erfasst ist, wird erst eine Vorlage generiert. Diese Vorlage basiert auf einem vergrößerten Bild mit Rasterlinien, das mit einem Fingerabdruck-Scanner erstellt wurde. Sie wird anhand der individuellen Merkmale – wie den Papillarlinienenden, Gabelungen, der Position und Ausrichtung – berechnet. Legt nun eine Person den Finger auf ein Fingerabdruck-Lesegerät, vergleicht das Lesegerät den Fingerabdruck mit der Vorlage, die in der Datenbank gespeichert ist. Die Erkennungsrate ist dabei meist hoch.

Potenzielle Probleme bei Ihrer biometrischen Fingerabdruck-Zutrittskontrolle – und wie Sie sie lösen können

Die biometrische Fingerabdruckerkennung für Ihr Zutrittskontrollsystem hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Wie Sie einige der gängigsten Probleme aus dem Weg schaffen können, beschreiben wir gleich. Dann können Sie das volle Potenzial der Identifizierung oder Verifizierung per Fingerabdruck ausschöpfen.

Genauigkeit verbessern

Die Fingerabdruckerkennung sorgt zwar für eine höhere Sicherheitsstufe als Zutrittskarten allein. Doch es gibt andere biometrische Methoden, die präziser sind: Die Iriserkennung ist am treffsichersten, gefolgt von der Venen-, der Fingerabdruck- und schließlich der Gesichtserkennung.

Eine Verletzung am Finger kann sich ebenfalls auf die Treffsicherheit der Fingerabdruckerkennung auswirken. Es ist deshalb sinnvoll, bei jeder Person mindestens zwei oder drei Fingerabdrücke zu erfassen. Wenn die Finger nass oder schmutzig sind, entstehen eventuell auch Probleme. Kontaktlose oder Multispektral-Fingerabdrucktechnologien haben diese Herausforderung aber gemeistert. Wenn Sie statt der 2-D-Fingerabdruckerkennung ein 3-D-System nutzen, erhöht das die Zuverlässigkeit weiter.

Eine andere Option für eine bessere Treffsicherheit ist eine biometrische Zutrittskontroll-Lösung für mehrere Finger. Diese wird häufig in Krankenhäusern eingesetzt.

Schutz vor Betrugsversuchen

Betrugsversuche sind bei jeder Zutrittskontrolle ein wichtiges Bedenken. Biometrische Systeme bilden hier keine Ausnahme. Wie betrugsanfällig ein System ist, hängt davon ab, welche Technologie verwendet wird. Es ist beispielsweise einfacher, einen Fingerabdruck statt einer Iris zu kopieren. Einige Systeme lassen sich sogar mit dem Foto eines Fingerabdrucks überlisten. Darum haben Sie bei vielen biometrischen Identifizierungssystemen die Option, eine Lebendigkeitserkennung hinzuzufügen. Diese prüft üblicherweise die Wärme, Textur und Durchblutung des Fingers.

Bei Veränderungen vorsorgen

Biometrische Merkmale können sich im Laufe der Zeit verändern. Auch das verursacht manchmal Probleme bei der Erkennung. Ein Finger könnte sich beispielsweise wegen der Gewichtsschwankungen der Person verändern. Oder der Fingerabdruck verformt sich durch Verletzungen oder Krankheiten. Fingerabdrücke sind üblicherweise dennoch resistenter als andere biometrische Identifizierungsmethoden (wie zum Beispiel die Gesichtserkennung). Einige biometrische Systeme umgehen diese Herausforderung, indem sie automatisch aktualisierte Vorlagen speichern. Das bedeutet, dass der Finger bei der Kontrolle stets mit einem aktuellen Scan verglichen wird.

Geschwindigkeit bedenken

Ein Fingerabdruck-Lesegerät zu berühren, dauert in der Regel länger, als an einem Gesichtserkennungssensor vorbeizugehen. Wenn viele Personen innerhalb von kurzer Zeit Zutritt erhalten müssen oder mehrmals am Tag ein und aus gehen, sollten Sie diesen Zeitfaktor nicht außer Acht lassen. Die Fingerabdruckerkennung eignet sich deshalb am besten für Bereiche mit geringerem Personenaufkommen. Und durch kontaktlose Lesegeräte kann der Prozess weiter beschleunigt werden.

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